Inobhutnahmen - Methodische Grundlagen

Die Unterbringung und der damit verbundenen Krisenintervention. Inobhutnahme versteht sich als „Erste-Hilfe-Maßnahme“, die den Kindern und Jugendlichen Schutz und Rückzugsmöglichkeit anbietet. Krisen beinhalten jedoch auch immer neue Chancen, Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Aufgabe der Mitarbeiter ist es zuerst, Vertrauen und Sicherheit zu schaffen und ein einfühlsamer Gesprächspartner für die Hilfebedürftigen sein. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk auf physische und psychische Anzeichen einer akuten Kindeswohlgefährdung, Misshandlung oder Vernachlässigung. Wenn nötig, stellt der Träger für diesen Prozess auch entsprechende medizinische und psychologische Hilfe zur Verfügung, um durch eine differenzierte Diagnostik das weitere notwendige Handeln abzuklären.

Im Verlauf der Inobhutnahme gilt es dann, die weitere Perspektive für die Kinder und Jugendlichen zu klären, sei es die Rückführung ins Elternhaus oder zu den Sorgeberechtigten, die Unterbringung in einer Pflegefamilie oder im Heim oder andere geeignete Hilfemaßnahmen.

Als Inobhutnahmestelle verstehen wir uns dabei als Dienstleister und Kooperationspartner des Jugendamtes, das über die weiteren Maßnahmen zu entscheiden hat.

Die Inobhutnahme wird mit Beschluss des Jugendamtes beendet.

 

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